Areal am Markt

3_n-dorsch_kleinEine lautstarke und mit der ver√∂ffentlichten Meinung gut vernetzte Gruppe versuchte in den letzten Monaten die geplante Neubebauung des Areals am Markt zu torpedieren. Dabei geht schrittweise der gemeinsame Konsens einer strategischen Wiederbelegung der Innenstadt durch Zuzug√ā¬† von B√ľrgern hinter Einzelinteressen verloren.

Festzuhalten ist, dass in einem jahrelangen, transparenten Prozess die Einzelgrundst√ľcke des Areals durch die Stadt erworben und an die SWG √ľbertragen wurden. Dies als Teil einer langfristigen Strategie zur Entwicklung von Quartieren der Innenstadt und flankiert von umfangreichen denkmalgerechten Sanierungen von Einzeldenkmalen unter hohem F√∂rdermitteleinsatz. Nur so konnte √ľberhaupt die Entwicklung bis heute erreicht werden. Die SWG und die Stadt haben beim Areal am Markt von Beginn an in allen vorgesehenen√ā¬† Planungs- und Genehmigungsstufen auf eine Beteiligung der B√ľrger und des Stadtrats geachtet und z.B. mit zus√§tzlichen √∂ffentlichen Informationsveranstaltungen Ver√§nderungsw√ľnsche ber√ľcksichtigt und Mitsprache geschaffen.

Trotz dessen wird wider besseres Wissen der Meinungsf√ľhrer der Eindruck ungesetzlichen und vor allem undemokratischen Handelns gezielt verbreitet. Dies ist umso verwerflicher, als verschiedene komplexe rechtliche Prozesse miteinander vermischt und ‚Äď oft aus Unkenntnis ‚Äď als abgeschlossen dargestellt werden. Die Zielrichtung dieser Entwicklungsgegner l√∂st sich dabei vom Sachgegenstand und zielt ausschlie√ülich auf f√ľhrende Entscheidungstr√§ger, in der Absicht, diese zu diskreditieren. Dann m√ľssen sich die Wortf√ľhrer aber fragen lassen, warum gerade jene Politik und Strategie z.B. im Stadtrat immer mehr Unterst√ľtzung erf√§hrt, damit endlich aus falschem Bewahrungszwang und √∂ffentlichen M√§rchentr√§umen reale Stadtentwicklung entsteht. Demokratie lebt nicht davon, dass man nur Entscheidungen akzeptiert, die einem selbst dienlich sind, oder der eigenen Meinung entsprechen. Seien Sie vor allem beruhigt, meine Damen und Herren Meinungsf√ľhrer, dass alle Prozesse real von den gew√§hlten Entscheidungsgremien kontrolliert und mitgetragen werden. Gegenw√§rtig hat der Unterzeichner eher den Eindruck, dass der Vorwurf undemokratischer Spielregeln schlicht aus Arroganz und (partei-)partikularem Eigeninteresse r√ľhrt, wo sachlich fundierte Betrachtung notwendig w√§re.

Dr. Nikolaus Dorsch
SPD-Fraktionsvorsitzender